| Über den Tod |
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| Written by McClaudia | |
| Freitag, 04 Januar 2008 | |
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Rekonstruierte Grabkammer des „Herren“ vom Dürrnberg / Hallein, 4. Jhdt.v.Chr.
Etwas, das auf fast alle keltischen Gräber (und Urnen) zutrifft, sind die Grabbeigaben. Sogar die ärmsten Gräber beinhalten zumindest einen tönernen Topf für die Totenspeise und ein paar Schmuckstücke oder Amulette. Je reicher die Gesellschaft oder die oder der Begrabene, desto reicher auch die Grabbeigaben. Diese Logik scheint schlüssig, muss aber nicht immer zutreffen. So könnte es z.B. kultische Gründe gegeben haben, dass auch reiche oder angesehene Menschen (z.B. Druiden) ohne Beigaben bestattet worden sind. Birkhan postuliert, dass es bei den Arvernern und im südwestdeutschen Raum um die Zeitenwende keine oder kaum Grabbeigaben gab. Es könnte sein, dass eine bestimmte religiöse Lehre der Druiden dahinter steht, z.B. die sofortige Wiedergeburt nach dem Tode, was Grabbeigaben für die Andere Welt natürlich sinnlos macht. Das Gros der keltischen Gräber beinhaltet aber Dinge, die der oder die Tote im Jenseits brauchen könnte, und die unter Umständen auch auf den sozialen Stand der oder des Verstorbenen hindeuten könnten. Wie schon angedeutet, gab es nicht nur fürstliche Begräbnisse. Tatsächlich stellen diese die Ausnahme dar. Wie heutzutage auch waren damals die meisten Menschen weder reich noch adlig, ja nicht einmal „mündig“. Englische Hochrechnungen für die La Tène-Zeit haben ergeben, dass nur sechs Prozent „formale Begräbnisse“ in Bezug auf die damalige Gesamtbevölkerung erhalten haben (Birkhan 1997). Die restlichen 94 % waren also das „gemeine Volk“, das mit weit weniger Ehren und Opfer als unsere Sapsuta in die Anderswelt geleitet wurde. Es stellt sich hier auch die Frage, inwiefern der soziale Stand im Leben auch in der Anderswelt beibehalten wurde. Die Grabbeigaben sprechen für eine Beibehaltung, die inselkeltischen Andersweltschilderungen (s.u.) eher dagegen.
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