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Cernunnos - der Gott der vom Indus kam? PDF Print
Written by Jörn Mankiewicz   
Samstag, 26 April 2008
Article Index
Cernunnos - der Gott der vom Indus kam?
Darstellung des Cernunnos
Cernunnos
Andere Religionen (Slawen)
Andere Religionen (Hinduismus)
Zugrundeliegendes Gottesbild
Rekonstruktionsversuch
Anhang

3. Darstellung des Cernunnos

 Einer der Anhaltspunkte für die folgenden Vergleiche sind die Darstellungen des Cernunnos von denen wir wissen. Die bekannteste Darstellung dürfte auf der Platte A des Kessels von Gundestrup sein (3.1).

Abb 3.1: Cernunnos auf dem Gundestrupkessel

Abb. 3.1: Cernunnos auf dem Gundestrupkessel 

  Hier wird der Gott im Schneider- oder Lotussitz dargestellt. In seinen Händen hält er einen Torques und eine gehörnte Schlange. Umgeben ist er von verschiedenen Tieren, insbesondere dem Hirsch, dessen Geweih das seine berührt. Seine Augen scheinen geschlossen zu sein und er wirkt wie in eine Meditation vertieft. Er trägt selbst noch einen Torques um den Hals. An anderer Stelle auf dem Kessel erscheint auch noch einmal die gehörnte Schlange.
 


 

Abb. 3.2: Cernunnos auf dem Pariser Nautenpfeiler
Abb. 3.2: Cernunnos auf dem Pariser Nautenpfeiler 

 

  Eine andere uns zur Verfügung stehende Darstellung ist die auf dem Pariser Nautenpfeiler (3.2). Hier sieht man zwei Torques in seinem Geweih aufgehängt.

Abb. 3.3: Cernunnos mit Apollon und Merkur aus Reims
Abb. 3.3: Cernunnos mit Apollon und Merkur aus Reims

 Auf einer Abbildung aus Reims (3.3) ist er vermutlich mit Apollon und Merkur dargestellt. Er sitzt, sehr ähnlich dem Göttervater Jupiter, auf einem Thron und nährt mit einem Füllhorn zwei Tiere, die vor seinem Sitz stehen. Sein Geweih müsste einmal das Dach des ebenfalls abgebildeten Tempels gestützt haben. Auch hier sitzt er im Schneidersitz, ähnlich wie es auf dem Kessel von Gundestrup zu sehen ist und beim Pariser Nautenpfeiler teilweise angenommen wird. Diese Abbildung könnte auch erklären, warum Cernunnos in römischen Quellen teils mit Jupiter, teil mit Pluto verglichen wird. Pluto als Gott der Gaben der Erde, aber auch die über die Beziehung zum Merkur und Apollon angedeutete Göttervaterschaft.



 
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