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Cernunnos - der Gott der vom Indus kam? |
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Written by Jörn Mankiewicz
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Samstag, 26 April 2008 |
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4. Cernunnos' Verwandtschaft
Damit wir unser recht lückenbehaftetes Bild von Cernunnos vervollständigen können, müssen wir weitere Quellen auftun. Die indogermanischen Religionen haben einige Gemeinsamkeiten und benutzen häufig die selben Götter-Archetypen um ihre Mythologien aufzubauen.
Der Typus des Donnergotts, meist als Vorsteher der Götter oder in anderer herausgehobener Position, gehört sicherlich zu den auffälligsten Merkmalen, die den meisten indogermanischen Religionen gemein sind. Dies deutet auf die Wichtigkeit dieses Götter-Typus hin. Ein anderer wichtiger Typus ist z.B. die Erdmutter, die wir oft wiederfinden können. Aber auch die Spuren des Göttertypus, zu welchem Cernunnos gehört ist in den meisten Religionen zu finden und zeigt, dass diese Figur essentiell zu sein scheint.
Abb. 4.1: Alte Darstellung des Pashupati
Abb. 4.2: Bildausschnitt Gundestrupkessel
In diesem Kontext ist ein Vergleich der Darstellungen des Cernunnos mit alten Darstellungen (vermutlich) des Pashupati aus dem indischen Raum oder mit den Darstellungen des Veles aus dem slawischen Raum interessant. Auch der heutige Shiva trägt in der Symbolik noch einige verblüffende Ähnlichkeiten zu Darstellungen Cernunnos'.
Besonders in östlichen Gefilden, wie bei den Slawen und im indo-arischen Raum ist dieser Göttertypus von hoher Prominenz und stellt sogar ein regelndes Gegengewicht zu den anderen Mitgöttern dar, damit die Schöpfung nicht aus den Fugen gerät. Diese ``Verwandschaftsbeziehungen'' können wir uns zu Nutze machen, indem wir beobachten wie der Archetyp in anderen Religionen dargestellt wird und wie sich seine Eigenschaften und seine Beziehungen zu anderen Göttern darstellen. Es braucht nicht viel Phantasie, um mit Hilfe der teilweise verblüffenden Ähnlichkeiten ein paar Eigenschaften des alten Cernunnos zu erkennen.
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