| Witchvox über CR |
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| Written by Claudia Jenik | ||||||||||
| Samstag, 03 Mai 2008 | ||||||||||
Page 6 of 8 Ethik Praktizierende des keltischen Rekonstruktionismus sind der Ansicht, dass es, bezüglich der Dinge, die man tun kann oder soll, ethische und soziale Regeln geben muss. Solche Regeln basieren bei uns auf Konzepten, die von den altirischen Gesetzen (Brehon Laws) und anderen traditionellen Quellen, wie z.B. den Instruktionen des Morann mac Main [dabei handelt es sich um die erwartete ethische Haltung von irischen Königen] oder den walisischen und irischen Triaden [das sind dreiteilige Merksätze, die unter anderem auch Tugenden und Ethik zum Thema haben] stammen. Einige Leute im CR schwören auf bestimmte Tugenden, ähnlich den neun edlen Tugenden im Ásatrú. Die bei uns üblichen Tugenden, die von vielen geschätzt werden, sind: truth (Wahrheit / Ehrlichkeit) honor (Ehre / Ehrgefühl) justice (Gerechtigkeit) loyalty (Loyalität / Treue / Redlichkeit) courage (Mut / Tapferkeit) community (Gemeinschaft(ssinn) hospitality (Gastfreundschaft) strength (Stärke / Kraft) gentleness (Freundlichkeit / Güte) „Krieger/innen“ sind im CR ebenfalls hoch geschätzt, und es gibt viele Möglichkeiten, ein/e Krieger/in zu sein. Das heißt aber nicht, dass CR Gewalt verherrlicht, oder dass Krieger/innen Probleme grundsätzlich mit Gewalt lösen. Einzelne Mitglieder im keltischen Rekonstruktionismus sind bei der Armee angestellt oder sogar Kriegsveteran/innen - oder aber Friedensaktivist/innen – und manchmal sogar beides! Andere „Krieger/innen“ wiederum sind irgendwo im breiten Spektrum zwischen beiden Extremen angesiedelt [z.B. indem sie eine Kampfkunst ausüben oder sich politisch engagieren]. Der Platz der Kämpfer/innen ist legitim, denn es muss auch Leute geben, die „den Stamm“ beschützen [damit ist m.E. nicht nur die eigene CR-Gruppe, die eigene Familie oder die Freund/innen gemeint, sondern auch z.B. Solidarität mit Minderheiten oder Kampf für Menschenrechte, etc.]. Krieger/in zu sein bedeutet nach dem CR-Verständnis aber nicht, wehrlose Menschen anzugreifen, die nichts Unrechtes getan haben. Keltischer Rekonstruktionismus tritt entschlossen und umfassend gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und jede Form von Diskriminierung auf, die Menschen vom Grundsätzlichen her in „gut/wertvoll“ und „schlecht/unwert“ einteilen. |
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