• German informal - Du
  • English

Willkommen im Celtoi Net. 

Wir hoffen, das du dich hier wohlfühlst und dich gut zurechtfindest. Wenn du Fragen hast oder Probleme kannst du dich gerne an mich wenden, meine Email-Adresse findest du unter "Kontakt". 

Wir haben auch ein gut frequentiertes Forum und freuen uns über jeden Neuzugang. Schau doch einfach mal rein.

 

Grüße, Bodvos 

 
Home
Die keltische "Taufe" PDF Print
Written by Bodvos   
Freitag, 28 September 2007

Generell war die Taufe im alten Israel als ein Reinigungsritual zu verstehen, das die Beichte und anschliessende Reinwaschung von den Sünden verstand, später verschob sich die Bedeutung zu einem Aufnahmeritus in die christliche Gemeinschaft. Die Taufe an sich ist ein definitives jüdisch/christliches Ritual und ein Vergleich der christlichen Taufe mit äusserlich ähnlichen Riten bei den alten Stämmen der Germanen und Kelten ist nicht unbedingt immer passend.

Wenn man Aristoteles glauben kann, gab es eine Art Reinigungs-/Tauf-/Aufnahmeritual? bei den Germanen und Kelten, das einer Taufe äusserlich ähnlich ist:

Aristoteles über die "Taufe" bei den Germanen und Kelten (Aristoteles; Politik VII; 2,5):

So gibt es bei den barbarischen Völkern auch den Brauch, die Neugeborenen in das kalte Wasser eines Flusses zu tauchen, oder sie nur mit einem sehr leichtem Gewand zu bedecken; so geschieht das auch bei den Kelten.In der irischen Mythologie wir zudem noch anstatt der Taufe das Ritual der Namensgebung beschrieben:


Die Namensgebung des Cuchulain

Cuchulain, der zuerst Setanta hiess erhielt seinen Namen durch den Druiden Cathbad nachdem er den Kampfhund des Culann getötet hatte. Setanta fällte in diesem Fall den Richtspruch selbst, was ungewöhnlich wenn nicht sogar ausserordentlich war, den die Richtsprüche wurden von den Druiden verhängt und von der Kriegerkaste verkündet und ausgeführt. Setanta bietet sich an in ganz Irland einen gleichwertigen Hund zu suchen und bis dieser ebenso fähig ist wie der getötete Hund würde Setanta die Stelle dieses Hundes einnehmen. Der Druide gibt Setanta daraufhin den Namen Cuchulain, Hund des Culann und als der junge Setanta widerspricht und meinte sein Name würde ihm aber besser gefallen erwidert Cathbad das keiner mehr, der den Namen Cuchulain vernehmen wird von etwas anderem reden wird.


Die Namensgebung von König Conchobar

Conchobar wurde als Kind im Fluss Conchobar "getauft" und erhielt daraufhin vom Druiden Cathbad den Namen des Flusses und machte ihm Prophezeiungen für seine Zukunft. Bei der Erzählung von der Namensgebung Conchobars ist wieder die Rede von einer Art Taufritual:
"...wurde zum Fluss conchobar gebracht und der Fluß rann ihm über den Rücken. Cathbad nahm ihn und gab ihm den Namen des Flusses Conchobar, Sohn Fachtnas."


Die Namensgebung von Deirdriu

Die Namensgebung von Deirdre oder Deirdriu geschah folgendermaßen:
Als der Druide Cathbad sich mit den Ulaten im Hause Fedlimids aufhielt ist dessen Frau gerade schwanger. Als das Kind im Bauch der Mutter einen Schrei von sich gibt, prophezeit der Druide Cathbad das das Baby ein Mädchen von aussergewöhnlicher Schönheit werden würde und das ihr Name Deirdriu sein solle. Er prophezeit ausserdem, das die Ulaten um sie kämpfen werden und das das Mädchen Deirdriu von Bosheit umgeben sein werde. In diesem Falle geschieht das Ritual der Namensgebung des Kindes noch vor der Geburt und wieder durch einen Druiden.

Siehe dazu auch "The Red Branch - Deirdre"

 

Die Namensgebung von Llaw Lleu Gyffes

Arianrhod verweigert ihrem Sohn seinen Namen (den er später durch einen Trick erhält). Die Idee dahinter könnte sein, das das was keinen Namen hat nicht existiert und nie existieren wird.


Rituelle Waschungen und "Taufen"

- Von Ailill wird berichtet das er "...in den druidischen Wassern getauft und daraufhin Aillil genannt wurde."
- Von der Taufe Pryderis erzählt der christliche Schreiber "Das Kind wurde auf die Art und Weise getauft, die damals üblich war."

 

 



Quellen:
"Die Druiden" von Guyonvarch und LeRoux

 
Next >