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Generell war die Taufe im alten Israel als ein Reinigungsritual zu
verstehen, das die Beichte und anschliessende Reinwaschung von den
Sünden verstand, später verschob sich die Bedeutung zu einem
Aufnahmeritus in die christliche Gemeinschaft. Die Taufe an sich ist
ein definitives jüdisch/christliches Ritual und ein Vergleich der
christlichen Taufe mit äusserlich ähnlichen Riten bei den alten Stämmen
der Germanen und Kelten ist nicht unbedingt immer passend.
Wenn
man Aristoteles glauben kann, gab es eine Art
Reinigungs-/Tauf-/Aufnahmeritual? bei den Germanen und Kelten, das
einer Taufe äusserlich ähnlich ist:
Aristoteles über die "Taufe" bei den Germanen und Kelten (Aristoteles; Politik VII; 2,5):
So
gibt es bei den barbarischen Völkern auch den Brauch, die Neugeborenen
in das kalte Wasser eines Flusses zu tauchen, oder sie nur mit einem
sehr leichtem Gewand zu bedecken; so geschieht das auch bei den Kelten.In der irischen Mythologie wir zudem noch anstatt der Taufe das Ritual der Namensgebung beschrieben:
Die Namensgebung des Cuchulain
Cuchulain,
der zuerst Setanta hiess erhielt seinen Namen durch den Druiden Cathbad
nachdem er den Kampfhund des Culann getötet hatte. Setanta fällte in
diesem Fall den Richtspruch selbst, was ungewöhnlich wenn nicht sogar
ausserordentlich war, den die Richtsprüche wurden von den Druiden
verhängt und von der Kriegerkaste verkündet und ausgeführt. Setanta
bietet sich an in ganz Irland einen gleichwertigen Hund zu suchen und
bis dieser ebenso fähig ist wie der getötete Hund würde Setanta die
Stelle dieses Hundes einnehmen. Der Druide gibt Setanta daraufhin den
Namen Cuchulain, Hund des Culann und als der junge Setanta widerspricht
und meinte sein Name würde ihm aber besser gefallen erwidert Cathbad
das keiner mehr, der den Namen Cuchulain vernehmen wird von etwas
anderem reden wird.
Die Namensgebung von König Conchobar
Conchobar
wurde als Kind im Fluss Conchobar "getauft" und erhielt daraufhin vom
Druiden Cathbad den Namen des Flusses und machte ihm Prophezeiungen für
seine Zukunft. Bei der Erzählung von der Namensgebung Conchobars ist
wieder die Rede von einer Art Taufritual:
"...wurde zum Fluss
conchobar gebracht und der Fluß rann ihm über den Rücken. Cathbad nahm
ihn und gab ihm den Namen des Flusses Conchobar, Sohn Fachtnas."
Die Namensgebung von Deirdriu
Die Namensgebung von Deirdre oder Deirdriu geschah folgendermaßen:
Als
der Druide Cathbad sich mit den Ulaten im Hause Fedlimids aufhielt ist
dessen Frau gerade schwanger. Als das Kind im Bauch der Mutter einen
Schrei von sich gibt, prophezeit der Druide Cathbad das das Baby ein
Mädchen von aussergewöhnlicher Schönheit werden würde und das ihr Name
Deirdriu sein solle. Er prophezeit ausserdem, das die Ulaten um sie
kämpfen werden und das das Mädchen Deirdriu von Bosheit umgeben sein
werde. In diesem Falle geschieht das Ritual der Namensgebung des Kindes noch vor der Geburt und wieder durch einen Druiden.
Siehe dazu auch "The Red Branch - Deirdre"
Die Namensgebung von Llaw Lleu Gyffes
Arianrhod
verweigert ihrem Sohn seinen Namen (den er später durch einen Trick
erhält). Die Idee dahinter könnte sein, das das was keinen Namen hat
nicht existiert und nie existieren wird.
Rituelle Waschungen und "Taufen"
- Von Ailill wird berichtet das er "...in den druidischen Wassern getauft und daraufhin Aillil genannt wurde."
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Von der Taufe Pryderis erzählt der christliche Schreiber "Das Kind
wurde auf die Art und Weise getauft, die damals üblich war."
Quellen:
"Die Druiden" von Guyonvarch und LeRoux
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