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Hellenismos - Dionysoskult, Sparagmos und Omophagie

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Das Zerreissen - Sparagmos

Sparagmos (altgr. sparasso; auseinander, in Stücke reissen) ist eine Praxis in der das Opfer lebendig zerrissen wird. Beim Opfer handelt es mythologisch sich regulär um Tieropfer wie zum Beispiel Ziegen, aber auch in einigen Fällen um Menschen. Dem Ritus des Zerreissens folgt dann der rohe Verzehr und das Verschlingen des Fleisches, Omophagie.

Soweit mir bekannt war das wirkliche Zerreissen und roh verschlingen von Tieren wie Menschen kein Teil der historisch ausgeübten Kultpraxis. Bei entsprechenden Belegen bitte eine Email an mich.

 

Das Verschlingen - Omophagie

Omophagie (altgr. von  ṓmos, ‚roh‘, und  phageîn‚ essen, verzehren) bezeichnet das rohe Veeschlingen des Fleisches. Einer der Beinamen des Dionysos war Omophagos, der Rohfleischesser. Omophagie ist ein Wichtiger Bestandteil des dionysischen Mythos und symbolisiert möglicherweise den Triumph des Wilden über die Zivilisation und das Niederreissen der Grenzen zwischen Natur und Kultur.

Möglicherweise ist die Omophagie auch symbolisch zu sehen als Kommunion mit dem Gott indem man sein wildes Wesen in sich aufnimmt.

Die Omophagie wird Dionysos selbst und den Maenaden zugesprochen. Ob es Teil der entsprechenden historischen Kultpraxis war ist unklar, siehe Sparagmos.

 

Beispiele aus den Texten

 

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Published on  07.08.2022