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#thoughts Esus [de]

Esus und der Tauros Trigaranos

 

Ich habe heute versucht ganz unbedarft und ohne zu recherchiere einen Schild aus Haselstecken zu bauen nach dem Vorbild des keltischen Weidenschilds. Bei den Links ganz unten kann man sehen, das mein Versuch zwar spannend und interessant für mich war aber mit reeler Rekonstruktion nicht viel zu tun hat. Aber für den Anfang ganz erheiternd.

  

Ich hatte vom Hecke schneiden noch einige Haselstecken über und habe diese mit meiner Gartenmachete gesäubert bzw noch für ein wenig Nachschub gesorgt. Lustigerweise ist meine Gartenmachete ein ähnlich geartetes Werkzeug wie das Haumesser mit dem Esus auf der Pilier des Nautes abgebildet ist. Auf diesem Abbild schneidet er einen Baum, möglicherweise eine Weide. Die Deutungen in Verbindung mit dem Tauros Trigaranos sind spekulativ und unklar.

  

Mir kam heute der Gedanke, das Esus als reisender Handwerker, als schlauer Gott der krummen Wege etwas erlangen will vom Tauros, ein bewahrter Schatz, vielleicht die Haut des Stieres oder seine Hörner. Die Beweggründe dafür wären divers. Die Haut könnte wie beim goldenen Vlies magische Eigenschaften wie Verjüngung und Heilung haben, die Hörner könnten für Potenz oder Körperkraft stehen, vielleicht hat das Blut des Stieres besondere Eigenschaften oder es geht um etwas das der Stier bewacht, der Welt entzieht.

Die Kraniche sind ein weiteres unsicheres Element, als Wasservögel sollen sie wohl Verbindung zur Anderswelt haben. Aus Gründen. In erster Linie sind es Vögl mit langen scharfen Schnäbeln und die sind nicht gerade klein. Wir reden hier nicht von Rotkehlchen.

Um noch einmal zu verdeutlichen. Ws ich hier schreibe ist keine Rekonstruktion sondern meine Gedanken zu dem Thema beim Holzschneiden im Garten. Absolut unwissenschaftlich ohne Anspruch auf Wahrheit.

Ich hatte auf jeden Fall diese beiden Bilder im Kopf von der Pilier des Nautes und die Geschichte die sich in meinem Kopf entwickelte war ungefähr wie folgt:

Esus hat die Aufgabe (selbstauferlegt oder durch Dritte) den Tauros Trigaranos zu besiegen. Dieser wird aber von drei Kranichen bewacht, die ihm Auge und Ohr sind und den schlafenden Stier wecken sobald sich jemand nähert indem sie den Eindringling angreifen. Wenn das passiert gerät der Stier in Wut und tobt über das Land um den Eindringling zu töten. Der Stier ist ein böser König und die Kraniche seine drei Prinzessinentöchter. Aus irgendeinem Grund wurden die von einem Druiden verflucht. Warum weiss man nicht mehr. Der Stier wohnt in einer Senke mit einem See in einem uraltem Wald, die drei Kraniche kreisen über diesem Ort.

Esus muss also die Kraniche ausschalten und sich vor ihren Schnäbeln schützen, also nimmt er sein Haumesser und schneidet sich Weidenäste für einen Schild. Die Weide hat ja auch magische Eigenschaften sagt man, keine Ahnung ob das relevant ist, aber sie ist sehr flexibel und kann Stösse abfangen. Die Kraniche sehen also Esus, bewaffnet mit Haumesser und Weidenschild und greifen ihn unter Getöse an. Doch er kann sie abwehren und schlägt sie bewusstlos mit der stumpfen Seite seines Haumessers. Man muss ja nicht gleich alles töten, sonst hätte er sich wahrscheinlich eine Eibe oder Hasel für einen Bogen gesucht oder eine Schleuder aus Sehnen gebaut. Ich denke als nicht, das er die Vögel töten will. Er setzt sie also ausser Gefecht.

Den Stier übberrascht er dann schlafend. In meiner Geschichte stiehlt er dem Stier ein Kleinod das dieser zwischen den Hörnern trägt im Schlafe, in Anlehnung an die Geschichte mit Twyrch Twyrch. Dieses magische Artefakt ist der eigentlich Grund für den Besuch beim Tauros. Esus verschwindet bevor Kraniche und Stier erwachen mit dem Kleinod und erlangt dadurch Zugang zu Orten, Dingen, Menschen, Fähigkeiten.

Applaus, Geschichte aus, wir gehen nach Haus.

 

Ein paar Links zum Thema keltischer Weidenschild

Achtung! Link auf Fremdseiten!

http://cerda-artisanat.over-blog.com/2016/06/realisation-d-un-bouclier-gaulois-en-osier-tutoriel.html

http://www.wolfrhine.de/index.php/schottische-tradition/the-scottish-gael-by-james-logan/289-keltische-schilde

Published on  21.05.2018