Boduos

Niemand(ät)norden.social

Nemo(ät)pixelfed.de

boduos(ät)celtoi.net

The content of this page is licensed as:

Hellenismos - Ursprung des Dionysos-Mythos

zurück zur Übersicht

Thrakien

Der Ursprung des Dionysos Mythos wird unter anderem in Thrakien vermutet. Das antike Thrakien liegt in Südost-Europa und umfasst ein Gebiet zwischen den heutigen Ländern Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Die Grenzen sind das Balkangebirge im Norden, die Ägäische See im Süden und das schwarze Meer im Osten.

In der griechischen Mythologie wurde Thrax als einer der Söhne des Ares verehrt. In Euripides "Alkestis" wird er als Träger des Thrakerschilds benannt. Trax erscheint als der göttliche Stammvater der Thraker.

Die thrakische Religion und speziell die Schöpfungsmythen und ihr Pantheon Wurzeln in der Proto-indoeuropäischen Religion. Die Ethnogenese während der indoeuropäischen Völkerwanderung fand anscheinen in der frühen Bronzezeit statt, ca 1500 BCE als die Indoeuropäer sich mit den in Thrakien lebenden Menschen vermischten und die proto-thrakische Kultur bildeten. Während der Eisenzeit um 1000 BCE entstanden aus diesen dann die Thraker und die Daker. Die Thraker waren als hervorragende Kämpfer in der Antike gerühmt und man vermutet das nur die politische Zersplitterung und Uneinigkeit sie daran hinderte große Teile des Mittelmeerraums einzunehmen.
 

Zagreus

Während der späten Bronzezeit, der frühen Eisenzeit breitete sich der Kult der chtonischen Gottheit Zagreus (Dionysos) während einer Zeit der sozialen Krise auf der Balkan-Halbinsel über den Hellespont ausgehend von Anatolien nach Thrakien aus und kam von hier aus nach Griechenland. Obwohl der Kult des Zagreus von den Anhängern der lokalen solaren Kulte abgelehnt wurde , setzte er sich schlussendlich durch und verwurzelte sich in Thrakien wo er sich mit den solaren Kulten verband und die Sonne und die chtonischen Gottheiten verbanden sich zu einer einzelnen Gottheit im thrakischen Pantheon.

(muss noch recherchiert werden)

Die Thraker glaubten wie viele andere Südost-Europäer auch das universelle Kräfte in der Welt wirkten und das diese aus den vier klassischen Elementen Erde, Luft, Wasser und Feuer geschaffen war. Diese vier Elemente formtenin der Form von Energie oder Kraft die Form eines Berges, der anthropomorphisiert als die thrakische große Muttergöttin dargestellt bzw vorgestellt wurde. Diese Vierergruppe wurde in der thrakischen Religion als das Fundament des Kosmos angesehen.

(muss noch recherchiert werden)

Die große Mutter Kybele

Kybele, (Phrygian: Matar Kubileya/Kubeleya "Kubileya/Kubeleya Mutter), möglicherweise Bergmutter, ist eine anatolische Muttergottheit die ihren Ursprung in neolithischen Zeiten in Çatalhöyük hat (7500-5700 BCE), wo man Statuen von fülliby Nevit Dilmengen Frauen, manchmal sitzend, bei Ausgrabungen fand.

Als Phrygiens einzig bekannte weibliche Gottheit war sie wahrscheinlich die Hauptgöttin. Griechische Kolonisten in Asia Minor nahmen den Kult der Kybele an und passten ihn für sich an als sie in in das griechische Kernland einführten und später bis hin in die westliche Kolonien um das Jahr 6te Jahrhundert BCE. In Griechenlandvermischte sich der Kybele Kult mit dem alten Erdkult um die Göttin Gaia, mit ihrem minoischen Equivalent Rhea und der Erntegöttin Demeter.

 

Sohn der Unterwelt

Dionysos ist also ein Sohn der großen Erdmutter. Laut Christoph Quarch durchaus als chtonische Gottheit anzusehen, es gibt Verbindungen zwischen Dionysos und Hades. Wir erinnern uns, in der hellenischen Mythenwelt neben der Semele als heute verbreitetste Mythe gibt es die Varianten von Demeter, Io, Lethe (das Vergessen,die Göttin eines Unterweltflusses), Persephone und Rhea in der Gestalt der Mutter, was durchaus auf einen chtonischen Charakter schliessen lässt. In Delphi, wo das Haus des Apollon stand wurde ebenfalls Dionysos verehrt, wobei es 7 heilige Hochfeste zu Ehren Apollons gab und 5 zu Ehren Dionysos (das sollte aber einen seperaten Bereich für sich erhalten).

Daneben gibt es immer noch den minoischen Einfluss, siehe Rhea, aber es gibt auch Abbildungen auf den der Säugling Dionysos mit einem Stierschädel statt eines Menschenkopfes abgebildet wird was uns wieder zu der Schwängerung Europas und der Stiergestalt Zeus' führt und dem Minotaurus Mythos.

 

Ein langer Weg

Hier gibt es auf jeden Fall noch viel zu recherchieren für mich und ich würde das dann entsprechend ergänzen und erweitern. Fest steht auf jeden Fall das die kulturellen Verschmelzungen, die Wanderungen von Mythen und ihr zeitlicher und räumlicher Einfluss hochkomplex sind und das nicht nur in diesem Fall und das die Reduktion nicht nur antiker Gottheiten auf simple einfache Bilder viel zu zweidimensional werden um dem Verständnis des Themas gerecht zu werden. Ich werde versuchen, Laie und Autodidakt der ich bin, dieses Thema die ihm zustehenden Aufmerksamkeit und Sorgfalt zu widmen und die Menge an Missdeutungen und Ungenauigkeiten so gering wie mir möglich zu halten.

zurück zur Übersicht

Published on  12.08.2022